Verantwortung im öffentlichen Raum
- 9. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Hunde sind heute fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Damit das Zusammenleben für alle Beteiligten im öffentlichen Raum angenehm bleibt, braucht es Rücksichtnahme, Respekt und Verantwortungsbewusstsein.

Nicht jeder Mensch fühlt sich im Umgang mit Hunden wohl. Gleichzeitig teilen Hundehalter:innen öffentliche Wege, Parks, Naherholungsgebiete und Freizeitanlagen mit vielen anderen Menschen, Hunden und Wildtieren. Ein respektvoller Umgang miteinander trägt dazu bei, Konflikte zu vermeiden und die Akzeptanz von Hunden in der Öffentlichkeit langfristig zu erhalten.
Zu einer verantwortungsvollen Hundehaltung gehören deshalb:
· das Aufnehmen von Hundekot
· die Einhaltung von Leinenpflichten
· ein zuverlässiger Rückruf
· respektvolle Hundebegegnungen
· Rücksichtnahme gegenüber Kindern, älteren Menschen und anderen Erholungssuchenden
· Schutz von Wildtieren und Nutztieren
· die Kontrolle des Hundes auch im Freilauf
· ein respektvoller Umgang mit Nichthundehalter:innen
Besonders während der Brut- und Setzzeit sind Wildtiere auf Rücksichtnahme angewiesen. Hunde sollten in sensiblen Gebieten unter Kontrolle gehalten und bestehende Vorschriften beachtet werden.
Der Hunde-Codex – Rücksichtnahme im Alltag
Neben den gesetzlichen Vorschriften gibt es Verhaltensregeln, die zu einem harmonischen Zusammenleben zwischen Hundehalter:innen, Nichthundehalter:innen und Hunden beitragen. Eine wertvolle Orientierung bietet der Schweizer Hunde-Codex.
Die wichtigsten Grundsätze lassen sich einfach zusammenfassen:
Respekt gegenüber Mitmenschen
Nicht jeder Mensch möchte Kontakt zu Hunden. Deshalb sollten Hundehalter:innen Rücksicht auf die Bedürfnisse und das Sicherheitsgefühl anderer Personen nehmen. Ein freundliches Nachfragen ist oft besser als selbstverständlich davon auszugehen, dass jeder Mensch Hunde mag.
Kontrolle und Rückruf
Ein Hund sollte nur dann frei laufen, wenn er zuverlässig abrufbar ist und sich auch unter Ablenkung kontrollieren lässt. In unübersichtlichen Situationen oder bei Unsicherheiten ist das Anleinen häufig die verantwortungsvollere Entscheidung.
Respektvolle Hundebegegnungen
Nicht jeder Hund möchte Kontakt zu Artgenossen. Hundehalter:innen sollten deshalb Begegnungen aktiv begleiten und genügend Abstand ermöglichen, wenn ein Hund dies benötigt.
Schutz von Wild- und NutztierenWildtiere, Nutztiere und deren Lebensräume verdienen besonderen Schutz. Hunde sollten insbesondere in Naturschutzgebieten, während der Brut- und Setzzeit sowie in der Nähe von Weidetieren verantwortungsvoll geführt werden.

Saubere Umwelt
Das Aufnehmen von Hundekot gehört zu den wichtigsten Pflichten jeder Hundehalterin und jedes Hundehalters. Es trägt wesentlich zu einem positiven Bild der Hundehaltung in der Öffentlichkeit bei.
Verantwortung statt Selbstverständlichkeit
Verantwortungsvolle Hundehaltung bedeutet nicht nur, Gesetze einzuhalten. Sie bedeutet auch, die Bedürfnisse anderer Menschen, Tiere und der Umwelt zu respektieren. Jede Hundehalterin und jeder Hundehalter trägt dazu bei, wie Hunde in unserer Gesellschaft wahrgenommen werden.
Gemeinsam für ein gutes Miteinander
Ein respektvolles und rücksichtsvolles Verhalten schafft Verständnis, Vertrauen und Akzeptanz. Wer seinen Hund verantwortungsvoll führt, schützt nicht nur seinen eigenen Hund, sondern trägt aktiv zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch, Hund und Natur bei.
Denn gute Hundehaltung endet nicht beim eigenen Hund – sie zeigt sich vor allem im verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und den Mitmenschen.
Weiterführende Informationen: Der vollständige Hunde-Codex kann unter dem Schweizer Codex für Hundehaltende und Nichthundehaltende eingesehen werden. Codex Hund Schweiz






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